Vier Abgeordnete unter 40 diskutierten

u40-gruppe-geschn 14

Gleich vier Politikerinnen der Christsozialen gaben sich jetzt ein Stelldichein in Neu-Ulm: Bei der Podiumsdiskussion „Weiblich, U 40 und im Deutschen Bundestag – 4 junge Politikerinnen stehen Rede und Antwort“. Gemeinsam mit den örtlichen CSU-Verbänden hatte ich meine Bundestagskolleginnen Julia Obermeier (CSU), Nina Warken (CDU) und Ronja Kemmer (CDU) eingeladen, an der informativen Runde teilzunehmen. Zahlreiche Zuschauer waren dabei sorgten mit Fragen und Kommentaren zu Bundes- wie auch Lokalpolitik für eine lebendige Diskussion.

Bildung und Wirtschaft fördern

Trotz der aktuell guten wirtschaftlichen Situation Deutschlands, mit hohen Einnahmen und niedrigen Arbeitslosenzahlen, müsse der Staat für bevorstehende Herausforderungen vorsorgen und Risiken einkalkulieren, sagte ich in meinem einleitenden Statement. Auch in den kommenden vier Jahren brauche es Investitionen in Bildung, Digitalisierung, Infrastruktur, Forschung und Entwicklung. Auch sollten wir weniger über Umverteilung und Regulierung sprechen, dafür mehr über das Erwirtschaften. Wichtig war mir aber auch, darauf hinzuweisen, dass wir mehr bezahlbaren Wohnraum brauchen, Familien unterstützen und steuerlich entlasten müssen.

Der Europafeindlichkeit die Stirn bieten

„Die Innere Sicherheit ist der Markenkern der Union“, sagte Ronja Kemmer. Die 28-jährige CDU-Mandatsträgerin aus der Nachbarstadt Ulm forderte daher mehr politischen und personellen Rückhalt für die Sicherheitskräfte. Darüber hinaus erklärte sie, dass der Brexit die EU vor ganz neue Herausforderungen stelle. Es dürfe aber nicht passieren, dass sich die Briten nun trotz ihres Austritts Sonderkonditionen sichern. Gleichzeitig müsse die EU jetzt „den europafeindlichen Kräften innerhalb der EU die Stirn bieten“, sagte Ronja Kemmer, die unter anderem Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union im Bundestag ist.

u40-disk1

Sicheres Deutschland

„Die Menschen sorgen sich jetzt um ihre Sicherheit“, betonte CDU-Kollegin Nina Warken, Mitglied im Innenausschuss des Bundestags. Die Abgeordnete aus Tauberbischofsheim wünschte sich daher einen starken Staat, der die Bevölkerung mit modernen Mitteln schützen kann. Dazu müsse auch die Überwachung der modernen Kommunikationskanäle erlaubt sein, die Kriminelle heutzutage nutzen. Bezüglich mehrerer, von Asylbewerbern begangener Straftaten, erklärte sie auf die Frage eines Zuhörers, bei der Registrierung von Flüchtlingen seien bedeutende Verbesserungen erfolgt. Auch tauschen sich die zuständigen Behörden jetzt effektiver aus und die Fingerabdrücke würden genommen, um etwa Mehrfachregistrierungen zu verhindern. Es fehle aber bislang eine übergeordnete Institution, die bei bundesweit bedeutsamen Ereignissen „den Hut aufhat“.

Die Bundeswehr stärken

Münchnerin Julia Obermeier (CSU) war als Angehörige des Verteidigungsausschusses Ansprechpartnerin für mehrere Publikumsfragen in Sachen Bundeswehr, ein Thema, das die Zuhörer besonders interessierte. An der Bundeswehr sei nun 25 Jahre lang gespart worden, stellte die 32-Jährige fest. Doch jetzt brauche die Truppe dringend eine moderne Ausstattung und mehr Personal, damit sie für die Aufgaben in einer veränderten Welt gerüstet ist. Sie machte sich außerdem für Kanzlerin Angela Merkel stark und sprach damit für uns alle: „Wer, wenn nicht sie, wäre geeignet, um mit Staatschefs wie Trump, Putin oder Erdogan zu verhandeln?“

This Campaign has ended. No more pledges can be made.