Rente: Wir brauchen die  „Gerechtigkeitsformel“ - Katrin Albsteiger, MdB

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Jedes Jahr steigt die Lebenserwartung um drei Monate: Wir werden immer älter und bleiben immer länger gesund.

Die Logik des Rentensystems verlangt, dass wir das Renteneintrittsalter anpassen – das passiert aber nur extrem selten. Tatsächlich ist in der Geschichte der Rentenversicherung in Deutschland im Prinzip erst zweimal die allgemeine Regelaltersgrenze angepasst worden: Noch vor dem ersten Weltkrieg durch die Absenkung auf 65 Jahre und 2007 mit dem Beschluss der Erhöhung auf 67 Jahre.

Die Entscheidung, die Regelaltersgrenze zu erhöhen – so notwendig sie ist –  ist politisch schwierig, weil unpopulär – wir brauchen deshalb eine automatisierte Anpassung an die Entwicklung der Lebenserwartung im Rahmen einer Gerechtigkeitsformel zu Regelaltersgrenze.  Diese Gerechtigkeitsformel soll in die gesetzliche Rentenversicherung eingepasst werden und die Regelaltersgrenze zu einem jährlichen Stichtag automatisch immer wieder neu definieren. Diese Anpassungen müssen jeweils mit einem großen Vorlauf –  z.B. mindestens zehn Jahre – vollzogen werden, um den Rentnern die Planbarkeit zu erleichtern. Mit der automatisierten Anpassung wird gewährleistet, dass keine Altersgruppe über Gebühr belastet wird und die durchschnittliche altersgerechte Balance zwischen Einzahlen und Wieder-Ausbezahlt-Bekommen gewährleistet ist. So wird der Generationenvertrag zukunftsfähig sein und am Leben erhalten.

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