Politische Arbeit

 „Während Du noch eifrig andere Pläne schmiedest, passiert das Leben bereits“ (John Lennon)

 So ging es los

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Geboren in Ulm, aufgewachsen in Oberelchingen im bayerischen Landkreis Neu-Ulm. Meine Hobbys zur Schulzeit waren Sport, vornehmlich Volleyball und Geräteturnen und Karneval, in der Faschingshochburg Elchingen. Bis heute bin ich auf allen Prunksitzungen, wenn es die Zeit zulässt. Mein erstes „Amt“ –  noch ganz ohne Parteibuch, aber mit ein paar Ideen zur Verbesserung des Schullebens – war als Schülersprecherin am Berta-von-Suttner-Gymnasium.

Nicht alles hat geklappt

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Eigentlich wollte ich Journalistin werden – Nachrichtensprecherin im Radio, um genau zu sein. Nach dem Abitur nahm ich deshalb das Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Angriff – ich hielt das für eine gute Grundlage. Im Jahr 2003 kam mein Vater mit einer für meine damaligen Ohren wunderlichen Idee: „Geh‘ doch zur Jungen Union, da lernst Du was über Politik!“ Nach einigem Hin und Her habe ich zugesagt, unter einer Voraussetzung: Eigentlich will ich nie eine Rede halten müssen…  das hat dann ebensowenig geklappt wie mit dem Journalismus.

Meine erste (politische) Leidenschaft

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An der Universität Augsburg fand ich eine neue Leidenschaft: Die Hochschulpolitik. Die Situation von Forschung und Lehre und die der Studenten zu verbessern, das war eine Aufgabe, die ich konkret in Angriff nehmen wollte. Als RCDS-Hochschulgruppe mussten wir so manchen Konflikt mit den oft gar nicht so zimperlichen Mitstreitern von links führen. Hier Kompromisse zu finden war eine gute Schule.

Kommunalpolitik

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Meine zweite politische Leidenschaft war und ist die Kommunalpolitik. Der Start dafür war –  wie so oft  – ein scheinbar „kleines“, konkretes Problem vor Ort: Wir wollten erreichen, dass der Briefkasten der Post im Interesse der Senioren in Oberelchingen einen anderen und besser erreichbaren Standort bekommt – das hat geklappt. Dieses erste kleine Erfolgserlebnis hat mich fasziniert, weil es gezeigt hat, dass man etwas verändern kann. 2008 wurde ich in den Gemeinderat von Elchingen gewählt. Bis heute begeistert mich die Kommunalpolitik. Als Stadträtin von Neu-Ulm und Kreisrätin im Landkreis Neu-Ulm versuche ich mich nach wie vor für die Menschen in der Region einzusetzen und auch im Kleinen die Welt ein bisschen besser zu machen.

Junge Union Bayern

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Die Politik ließ mich nicht los. 2009 wurde ich nach einigen Jahren als JU-Kreisvorsitzende stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union Bayern – 2010 hatten wir in der CSU eine Debatte um eine parteiinterne Frauenquote. Viele junge Frauen in der CSU – darunter auch ich – waren dagegen und formierten sich. Nach langen Debatten unserer Gruppe mit dem Parteivorstand verloren wir zwar die Abstimmung auf dem Parteitag, aber hatten dennoch einen Teilerfolg: Die Quote sollte nur für bestimmte Ebenen und nicht für die Junge Union gelten. Der Zusammenhalt der JU bei dieser Frage hat mich für diesen tollen Verband noch mehr begeistert, und ich wollte mich auch auf höherer Ebene engagieren. Von 2011 bis 2013 war ich Landesvorsitzende der Jungen Union Bayern, 2014-2018 stellvertretende Bundesvorsitzende der JU Deutschlands. Aber auch die schönste Zeit ist einmal vorbei: Mit 35 Jahren wird man aus der JU sozusagen „zwangsentfernt“ 😉

Berufliche Stationen

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Meine Leidenschaft für Bildungspolitik begleitete mich ins Berufsleben – den Berufseinstieg machte ich 2009 als Referenten für Bildung, Hochschule, Senioren und Sport in der CSU-Landesleitung. Gleichzeitig war ich Landesgeschäftsführerin der Senioren-Union. Das Miteinander der Generationen ist mir seither ein wichtiges Anliegen. Parallel wuchs in mir der Wunsch, Erfahrungen in der vielzitierten „Wirtschaft“ zu sammeln. Deshalb wechselte ich 2011 zu e.on in die Münchener Zentrale. Gerne habe ich die Jahre in München gearbeitet. Schließlich überwog aber doch die Heimatliebe. Der Sektor Energie blieb der gleiche, doch München-Neuhausen tauschte ich ein gegen meine Heimatstadt und verbrachte die letzten zwei Jahre vor dem Einzug in den Deutschen Bundestag als Projektskommunikatorin bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Und auch nach dem Bundestag wurde die alte Heimat zur neuen Heimat: Die Stadtwerke haben mich wieder.

Vollzeitpolitikerin in der Freizeit

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Die Jahre 2011-2013 an der Spitze der JU Bayern waren spannende und arbeitsreiche Jahre – mit mir stand zum ersten Mal seit den Achtzigern wieder eine Vorsitzende an der Verbandsspitze, die nicht Berufspolitikerin war. Beruf und politische Arbeit unter einen Hut zu bringen war immer wieder eine Herausforderung. Neben den vielen Begegnungen in ganz Bayern ist mir vor allem die Wahlkampfzeit in guter Erinnerung. 2013 musste die JU zeigen, was sie als Kampagnenmacher drauf hat. Von den Wahlkampfeinsätzen an unzähligen Infoständen, einer Fernsehdiskussion bei Anne Will, Demos gegen die Schuldenpolitik der SPD mit unserem riesigen Schuldenberg und einer Tour durch ganz Bayern war für mich alles dabei. Irgendwann, in Coburg, habe ich dann sogar „Samba“ getanzt – eine verrückte Zeit. Immerhin nicht erfolglos – der JU-Wahlkampf unter dem Motto „Chancen statt Schulden“ hatte eine Spitzenbilanz: Die CSU gewann nicht nur die absoluter Mehrheit in Bayern zurück, wir siegten auch bei der Bundestagswahl und die JU zog mit einer großen Anzahl an neuen Mandatsträgern in Landtag und Bundestag ein.

Einzug in den Deutschen Bundestag… und der Auszug

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Auch ich wurde 2013 in den Deutschen Bundestag gewählt. Meine Ausschussthemen Bildung/Forschung und Europa bildeten auch meine Arbeitsschwerpunkte.  Darüber hinaus war ich im Europa-Ausschuss Berichterstatterin für die Länder Griechenland, Zypern und Österreich. Im Bildungsbereich lagen mit vor allem die Themen Berufliche Bildung, BAföG, Internationalisierung und die Reform des Medizinstudiums am Herzen. Als Abgeordnete ist man etwa die Hälfte der Arbeitswochen im Wahlkreis, denn die Arbeit für die Menschen in der Region hat neben der parlamentarischen Arbeit Prioriät. 2017 hat es für den Wiedereinzug in den Bundestag nicht mehr gereicht. So bin ich zurück gekehrt in die Wirtschaft. Politik mache ich jetzt nur noch ehrenamtlich – hobbymäßig sozusagen.

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