Klimaschutz vor Ort in Neu-Ulm

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Nicht nur die Koalition verkündet heute ihre Klimastrategie. Es gehen heute auch viele Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Ich finde das toll. Ganz besonders gut finde ich, dass die fridays-for-future-Bewegung, die von jungen Menschen gestartet und im Wesentlichen getragen wird, zeigt: Die Jugend ist engagiert, bereit für Ihre Ideale zu kämpfen und alles andere als unpolitisch.

Auch für mich als Kommunalpolitikerin ist klar: Ich unterstütze in der Debatte insbesondere die gemeinsame Verantwortung aller Ebenen vor der Schöpfung. Das bedeutet natürlich, dass wir globale Herausforderungen haben, die immens sind. Es ist mehr als nur eine große Aufgabe, in manchen Ländern dieser Erde das notwendige Umdenken zu erreichen. Nun kann man natürlich sagen: Was nutzt denn unser kleines Engagement vor Ort, im Vergleich zu der Umweltzerstörung, die andernorts betrieben wird? Ich sehe das aber anderes: Auch wir in unserer Heimat – jeder Einzelne – aber auch die Lokalpolitik kann einen kleinen Teil zur Verbesserung unseres Klimas beitragen. Ich halte die Eigeninitiative der Kommunen als unerlässlich für eine erfolgreiche weltweite Umweltpolitik. Auch die Stadtverwaltung muss mit gutem Beispiel vorangehen. Komplette Klimaneutralität geht dabei nicht von heute auf morgen, aber das klare Ziel bis 2040 muss auch für unsere Stadt gelten. Für Neu-Ulm kann ich mir mehr Photovoltaik auf den Dächern – insbesondere den kommunalen Gebäuden – vorstellen. Ebenso leisten mehr Dach- und Fassadenbegrünungen einen wertvollen Beitrag für die Verbesserung des Stadtklimas. Ein gemeinsames Programm des Freistaats mit den Kommunen zur Förderung der Gebäudebegrünung halte ich für absolut notwendig. In Neu-Ulm sollten wir zudem im städtischen Bereich auf Pflanzungen neuer, klimafester Bäume setzen: in den äußeren Stadtteilen zum Erhalt des natürlichen, ländlichen geprägten Ortsbildes und im innerstädtischen Bereich zur Verbesserung der Luft- und Freizeitqualität.

Und dann ist da noch das Thema Plasikmüll. Der Neu-Ulmer Beitrag zur Vermeidung von Plastikabfall sollte aus meiner Sicht eine gemeinsame Initiative von Unternehmen, Landwirtschaft, Vereinen, Bürgern und Politik werden. Die bayerische Bundesratsinitiative mit dem Ziel Einwegplastiktüten zu verbieten, unterstütze ich voll und ganz. Wenn wir in unserer Heimatstadt zusammenstehen und uns das gemeinsame Ziel setzen, Plastikmüll weitgehend zu vermeiden, können wir eine Vorreiterrolle einnehmen.

Es wäre mein großer Wunsch an Land und Bund, dass die Städte und Gemeinden fachlich und vor allem auch finanziell noch besser bei ihren Anstrengungen für den Klimaschutz unterstützt werden.

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