Kein Abschied

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Heute tritt der 19. Deutsche Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. An diesem Tag endet gleichzeitig mein Mandat als Bundestagsabgeordnete, da das CSU-Ergebnis der Bundestagswahl vor vier Wochen nicht mehr für Kandidaten der Landesliste ausgereicht hat. Mir war immer klar, dass es nur ein „Vertrag“ auf vier (oder ggf. auch weniger) Jahre sein würde – trotzdem blicke ich natürlich etwas wehmütig diese Tage nach Berlin. Viel Arbeit, ein extrem durchgetakteter Kalender mit wenig Zeit für Persönliches, aber auch viele spannende Projekte und ein ausgezeichneter Zusammenhalt in der CSU-Landesgruppe waren charakteristisch für diese vier Jahre als Bundestagsabgeordnete.

Über 700 Gesetze wurden durch den Deutschen Bundestag in der Wahlperiode behandelt. Auch als einzelnes Mitglied des Bundestags kann man vieles anstoßen und auf den Weg bringen – sehr oft bei Themen, die nicht immer große Schlagzeilen bedeuten. Als Schwerpunkte sind mir in und außerhalb meiner Ausschüsse für Bildung und Forschung sowie die Angelegenheiten der Europäischen Union in guter Erinnerung: der Beschluss des „Masterplans Medizinstudium 2020“, das Werben um Europa, die angestrebte Wiedervereinigung der beiden zypriotischen Landesteile, die BAföG-Reform, die Verabschiedung immer größere werdender Bildungshaushalte, die Förderung von Start-Ups, das Rentenpaket mit seinen Vor- und Nachteilen, die studentenfreundliche Ausgestaltung des Mindestlohngesetzes, die Förderungen der Elektromobilität, Debatten über „Gender Mainstreaming“ und so Vieles mehr.

Sehr berührt hat mich im Laufe der Periode auch das lange und intensive Gesetzesprojekt zur „Sterbebeihilfe“, bei der fraktionsübergreifend in würdiger und dem ernsten Thema angemessener Weise lange an einer guten Lösung gearbeitet wurde.

Nicht missen möchte ich die zahlreichen spannenden Begegnungen in Berlin, aber auch, dass ich meine Heimat „mit dem Auge der Abgeordneten“ nochmal anders und insgesamt besser kennenlernen durfte.

Der heutige Abschied aus dem Bundestag ist kein Abschied aus der Politik. Ich bleibe weiter als Stadt- und Kreisrätin aktiv, halte weiter als stv. JU-Bundesvorsitzende die bayerische Fahne in der Jungen Union Deutschlands hoch und werde beim Parteitag der CSU auch wieder für den Parteivorstand kandidieren. Die Herausforderungen sind nicht weniger geworden. Hier möchte ich mich weiter einbringen.

Zum Schluss ist es mir eine echte Herzensangelegenheit mich zu bedanken: bei allen, die mich in den vergangenen Jahren unterstützt und begleitet haben! Es waren spannende Begegnungen dabei, nicht zuletzt auch mit dem politischen Gegner, der manchmal gar nicht wirklich Gegner, sondern echter Mitstreiter gewesen ist. Ganz besonders gilt mein Dank den Menschen im Wahlkreis Neu-Ulm, aber auch in ganz Bayern, die mir im Jahr 2013 durch ihre Zweitstimme den Einzug in den Deutschen Bundestag ermöglicht haben. Genauso möchte ich sagen: DANKE, liebe Junge Union! Denn wenn es die JU nicht gegeben hätte, dann wäre es gar nicht erst dazu gekommen, dass ich die Chance auf einen aussichtsreichen Listenplatz bekommen hätte. Und auch die vielen Jahre davor wären ohne diese tollen, engagierten, jungen Menschen nicht so spannend gewesen. Natürlich darf auch ein Dank an die Mutterpartei nicht fehlen – von der CSU vor Ort in Neu-Ulm bis hin zur Landesebene! Auch meinen Mitarbeitern möchte ich Danke sagen: Wir sind ein tolles Team gewesen – ohne Euch hätte ich das niemals alles bewältigen können. Danke für Rat, Tat und Fleiß! Und schließlich möchte ich mich bei meinen Kollegen bedanken – für die gute Zusammenarbeit ein großes Dankeschön an alle. Aber ganz besonders Danke an diejenigen, die zu echten Freunden geworden sind. Ihr werdet mir sehr fehlen.

Ich wünsche den Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestags eine allzeit glückliche Hand und Gottes Segen!

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