Fachkräftemangel: Berufliche Bildung fördern! - Katrin Albsteiger, MdB

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Die berufliche Bildung in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte und dient vielen Ländern als Vorbild. Sie ist ein Grund dafür, dass wir eine der geringsten Jugendarbeitslosigkeitsquoten weltweit haben. Damit dies so bleibt, müssen Schüler frühzeitig für die berufliche Bildung begeistert werden.

 

Es besteht zunehmend Handlungsbedarf. 2013 sank die Zahl von neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen auf den niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind diese Zahlen alarmierend. Auch in unserer Region besteht das Problem: Laut einer Befragung der IHK Ulm erwarten 80 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten fünf Jahren Probleme bei der Besetzung offener Stellen.

Nötig sind weitere Finanzmittel zur Stärkung des beruflichen Ausbildungszweigs. Vor diesem Hintergrund begrüße ich das von der CSU-Landesgruppe verabschiedete Maßnahmenpapier ,Berufliche Bildung fördern – Fundament unserer Wirtschaft stärken‘. Bei Schülern muss frühzeitig das Interesse für die berufliche Bildung geweckt werden. Hier sind neben der Schule auch die Eltern gefragt. Aus diesem Grund sollten die Eltern von den Schulen in die Berufsorientierungsangebote einbezogen werden. Es gibt immer mehr hoch moderne und komplexe Ausbildungsberufe. Gerade für diese Ausbildungsberufe muss in der gymnasialen Berufsorientierung explizit geworben werden. Ebenso müssen Jugendliche ohne Schulabschluss durch gezielte Maßnahmen für eine Ausbildung fit gemacht werden.

Durch den neuen Hochschulpakt wird die akademische Bildung auch weiterhin gefördert. Dies ist ein wichtiges Signal für die Hochschulen in unserem Land. Was bei der akademische Bildung geht, muss auch bei der beruflichen Bildung gehen. Viele Berufsschulen sind marode und bedürfen, ähnlich wie Allgemeinbildende Schulen, einer Sanierung. Zudem darf die Berufsschullehrerausbildung nicht vernachlässigt werden, sie ist das Rückgrat unserer erfolgreichen beruflichen Bildung. Für diese und weitere Maßnahmen zur Stärkung der beruflichen Bildung müssen daher zeitnah weitere Finanzmittel von Bund und den Ländern zur Verfügung gestellt werden – denn auf den richtigen Mix zwischen beruflicher und akademischer Bildung kommt es an!

 

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