Die „Heulsuse“ hat ausgedient - Katrin Albsteiger, MdB

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Vor vollem Haus im „Löwenbräu“ Berlin habe ich mich mit der Publizistin Birgit Kelle getroffen. Thema: Die Auswüchse des „Gender-Mainstreaming“ in Deutschland im Rahmen einer Besprechung ihres neuen Buches „GenderGaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will.“ „Gender-Mainstreaming“ bedeutet, dass jegliche staatliche Entscheidung auf ihre „geschlechtsspezifischen“ Auswirkungen abgeschätzt wird. Unsere Bilanz: Diese Lehre hat viele neue Stellen in Staat und an den Hochschulen geschaffen – konkrete Verbesserungen für die Chancengleichheit sind kaum fühl- oder messbar. Entstanden ist allerdings allerlei diskussionswürdiger Unsinn. Wir sind uns einig: Sprachleitfäden, die uns anhalten nicht mehr „Ansprechpartner“ sondern „Ansprechperson“ zu sagen oder auf Ausdrücke wie „Heulsuse“ (stattdessen: „Person, die viel weint“) oder „Milchmädchenrechnung“ (stattdessen: ?) zu verzichten, sind nutzlos. Dass in manchen Unis bereits schlechtere Bewertungen drohen, wenn man seine wissenschaftlichen Arbeiten nicht entsprechend „gendergerecht“ abgibt, ist skandalös.

Einige Auswüchse dieser sich schleichend verbreitenden Lehre, von deren Nutzen ich nicht überzeugt bin: Da ist die Auswahl aus 40, 60 oder gar 4000 Geschlechtern (je nach zugrundeliegender Theorie). Da ist die Dämonisierung derer, die mit der klassischen Einschätzung, dass es vornehmlich zwei Geschlechter gibt, ganz gut zurechtkommen. Da ist die Zwangsvorstellung, Mädchen würden durch „Konditionierung“ zu Mädchen (Pferdezeitschriften, pinke Kleider, speziell Ü-Eier für Mädchen etc. ) und nicht vornehmlich durch Veranlagung.

Achtung: Ich bin für die Wahlfreiheit der Lebensentwürfe. Ich bin auch für die Förderung von Minderheiten und möchte den respektvollen Umgang mit Menschen, die sich nicht mit den „klassischen Geschlechterrollen“ identifizieren wollen oder können, sehen. Ich halte aber das Überstülpen einer zweifelhaften Denkweise über die ganze Gesellschaft, die dazu nie befragt worden ist, für das falsche Mittel.

Meine persönliche Bilanz des Abends mit Birgit Kelle auf Einladung der „Christdemokraten für das Leben“ in Berlin: Bei Gender-Mainstreaming geht es nicht um Frauenförderung, sondern es geht um Ideologie. Der Maßnahmenkatalog spricht Bände: Sprache „bereinigen“, Lehrpläne verändern, ein wie auch immer geartetes „gesellschaftliches Klima“ herbeiführen – das sind alles Instrumente aus dem Werkzeugkasten der Ideologen. Hier nehmen ein paar Leute ihre Überzeugungen zu wichtig. Ziel ist nicht „Frauenförderung“, sondern „Umerziehung“ – das ist aber nicht die Aufgabe von Politik.

13 Comments

  1. Max v.Ketteler | 26. März 2015 at 17:53
     

    Bravo! Das erzwungene Gender Mainstreaming ist einfach lächerlich! Wobei sich mir wirklich die Nackenhaare sträuben, ist, daß diese Wichtigtuer/rinnen uns ihren Spleen aufzwingen, aufdiktieren. Das finde ich besorgniserregend.

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    • Peter Friedrich | 28. März 2015 at 20:58
       

      Ich hatte an Frau Albsteiger aufklärenderweise Folgendes geschrieben:

      „Sehr geehrte Frau Albsteiger!

      Beziehe mich auf Ihr Gespräch mit Birgit Kelle:

      Bei allen möglichen Irrungen und Wirrungen auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit – aber Birgit Kelle ist nun wirklich nicht der Mensch, der sich dazu als geeignet erweist.
      Wenn es je auch nur einen Menschen gegeben hätte, nicht festlegbar auf die Geschlechterpolarität Mann / Frau, und wir diesem Menschen seine eigene schicksalhafte Lebenswirklichkeit mit all den großen Freuden und all den schrecklichen Ängsten und Schmerzen zuzugestehen bereit wären, dann müsste uns ein Buch mit dem Titel “Gendergaga” ungeheuerlich vorkommen in seinem Abzielen auf die niederträchtigsten, hämischsten und ausgrenzendsten Persönlichkeitsanteile des (Mob -) Menschen.

      Ihnen eine schöne Zeit
      Peter Friedrich“

      Reply
  2. Hebel | 26. März 2015 at 19:45
     

    Nicht nur für chancenlose „Gender-Forschung“ muss die Wirtschaft Geld verfügbar machen, sondern leider auch für die negativen Folgekosten des angewandten Genderismus. Denn ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder scheint Gender Mainstreaming schon zu sein. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert wird. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung. Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 5. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

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  3. Andy | 27. März 2015 at 11:33
     

    Nachdem mit Political Correctness kein Pfund mehr zu gewinnen ist muss ein neues Instrument her, mit dem die Linke unsere bestehende, und bis dato gut funktionierende Gesellschaft in ein Neutrum transformieren kann.
    Früher wurden Ross und Reiter genannt.
    Dann wurden Neger zu Schwarzen, jetzt sind es farbige. Bei den Schwarzen hätte man aufhören können.
    Der Pole, der das Auto klaute wurde ein Täter mit Migrationshintergrund. So kann man jede Polizeistatistik ad absurdum führen und Prävention erschweren.
    Geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen nun mal, eine gebährende Person erscheint uns heute lächerlich. Wenn wir Geld für Gender(was eigentlich, Forschung ist es wohl kaum) ausgeben wird das kommen.
    Besser wäre es, dass sich Menschen mit echten Problemen befassen, wenn sie Geld schon Geld vom Staat wollen. Und davon haben wir beileibe genug.

    Reply
  4. Peter Friedrich | 27. März 2015 at 16:08
     

    Sehr geehrte Frau Albsteiger!

    Beziehe mich auf Ihr Gespräch mit Birgit Kelle:

    Bei allen möglichen Irrungen und Wirrungen auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit – aber Birgit Kelle ist nun wirklich nicht der Mensch, der sich dazu als geeignet erweist.
    Wenn es je auch nur einen Menschen gegeben hätte, nicht festlegbar auf die Geschlechterpolarität Mann / Frau, und wir diesem Menschen seine eigene schicksalhafte Lebenswirklichkeit mit all den großen Freuden und all den schrecklichen Ängsten und Schmerzen zuzugestehen bereit wären, dann müsste uns ein Buch mit dem Titel “Gendergaga” ungeheuerlich vorkommen in seinem Abzielen auf die niederträchtigsten, hämischsten und ausgrenzendsten Persönlichkeitsanteile des (Mob -) Menschen.

    Ihnen eine schöne Zeit
    Peter Friedrich

    Reply
  5. DE | 28. März 2015 at 00:20
     

    Lächerlich ist der korrekte Ausdruck.
    Man sollte eine Internet-Plattform für den besten Gender-Witz des Monats machen. Jeder der einen Witz vorschlägt, bezahlt dafür 1.-€, und der Witz des Monats mit den besten Wertungen bekommt das gesammelte Geld.

    Dann endlich wissen wir, was Gender ist. Und können herzhaft lachen.

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  6. Bernhard Lassahn | 28. März 2015 at 11:10
     

    Birgit Kelle zeigte nicht nur Irrlichter und Kuriositäten, sondern stellte auch Zusammenhänge her. Aber wurden die auch verstanden? Mein Eindruck war, dass sich die CDU und CSU mokiert über die Symtome, aber bei einem herzlichen JA zur Krankheit bleibt. Gender Mainstreaming ist nicht etwas, das nur die politische Opposition will; es wird genauso von den konservativen Kräften getragen. Die sprachlichen Wirrnisse und Zerstörungsversuche sind lediglich eine Konsequenz aus dem Sprachfeminismus, den es schon lange gibt – den es schon vor dem „gendern“ gab – und der von Politikern, die besinnungslos von „Bürgerinnen und Bürgern“ reden (als wären es zwei voneinander getrennte Gruppen) vorangetrieben wird.

    Reply
  7. Wolle Pelz | 28. März 2015 at 11:36
     

    Hallo,

    ich war auch en dem Abend zugegen. Birgit Kelle war in guter Form. Sie hat es geschafft, die Problematik verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln. Ich denke aber, sie hat bewusst einige Dinge ausgelassen, um den interessierten Hörer nicht zu verwirren und beim eigentlichen Thema zu bleiben.

    Gender- und Bildungspläne haben ihren Ursprung in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es haben sich ja bereits solche Schnitzer wie „Liebe Bürgerinnen und Bürger!“ durchgesetzt. 😉

    Ein Bürger ist zunächst einmal geschlechtsneutral und es äußern sich hier mehrere Problematiken, wenn man die Geschlechter mit Gewalt trennt, wie es der Feminismus tut. Der Feminismus hat die Menschen von einer homogenen zu einer heterogenen Masse „konstruiert“. Damit ist dann auch eine ganze Opferindustrie entstanden.

    Reply
  8. Admin | 6. April 2015 at 17:26
     

    Sehr geehrter Herr Friedrich,

    Birgit Kelles Buch bezieht sich nicht auf die Diskriminierung von Geschlechtern, die neben der typischen Mann/Frau-Polarität vorhanden sind – sondern darauf, wie sich das Thema Gendern in der Gesellschaft zeigt und wie es von bestimmten politischen Kräften im Sinne der eigenen Agenda benutzt wird. Man befasst sich also damit, ob die Gesellschaft ohne eine wirkliche demokratische Legitimierung subtil “umerzogen” werden sollte, indem man sprachliche Veränderungen verordnet und Änderungen an Lehrplänen und Schulbüchern vornimmt. Das Buch kritisiert diese Maßnahmen ebenso wie hohe finanzielle Unterstützung von Gender-Lehrstühlen und Gleichstellungsbeauftragten.

    Wie im obigen Blogbeitrag erwähnt:

    „Ich bin für die Wahlfreiheit der Lebensentwürfe. Ich bin auch für die Förderung von Minderheiten und möchte den respektvollen Umgang mit Menschen, die sich nicht mit den „klassischen Geschlechterrollen“ identifizieren wollen oder können, sehen. Ich halte aber das Überstülpen einer zweifelhaften Denkweise über die ganze Gesellschaft, die dazu nie befragt worden ist, für das das falsche Mittel.“

    Es sind also keine individuellen Schicksale oder Fragen von individueller Identitätsfindung gemeint. Stattdessen wird ein Zweifel an dem Ansatz ausgedrückt, dass eventuell vorhandene Probleme (beispielsweise Diskriminierung und Ausgrenzung) durch die oben genannten Maßnahmen wirklich gelöst werden können.

    Mit den besten Grüßen,

    Katrin Albsteiger

    Reply
    • Peter Friedrich | 12. April 2015 at 06:12
       

      Sehr geehrte Frau Albsteiger,

      danke für Ihre Antwort!

      Allerdings, Zitat: „Ich bin auch für die Förderung von Minderheiten und möchte den respektvollen Umgang mit Menschen, die sich nicht mit den „klassischen Geschlechterrollen“ identifizieren wollen oder können, sehen.“ ?!? –
      Wenn ich den Vorträgen von Birgit Kelle und ihren Mitstreitern lausche, ergibt sich für mich ein völlig anderes Bild, ungeachtet einiger liebsäuselnder willfähriger Lippenbekenntnissen.
      Konkret lassen sich dort lügnerische Unterstellungen nachweisen (auf Wunsch), zum größten Schaden von nichtheterosexuellen Menschen.
      Auf vielen Internetportalen, auch bei „katholischen“ Bloggern, tauchen mehr und mehr beängstigende Hasspostings auf. Ein Beispiel zur Auffassung von Diskrimierung / Antidiskriminierung sei dann doch hier wiedergegeben. Der „katholische“ Blogger „Geistbraus“, vom 6. August 2014, Zitat:

      „Halt die Fotze Lüders

      Moralpredigerin der Nation: Christine Lüders

      Auch wenn ich dafür plädiert habe, dass der Muslim außerplanmäßiger Schützenkönig bleiben darf (wies jetzt ja auch kommt), ärgerts mich doch bis aufs Blut, dass diese Hackfresse von der Antidiskriminierungsstelle (ADS) mal wieder alles besser weiß und ihr moralisierendes Staatsdienermaul nicht halten konnte. Die Schützenbruderschaft vertrete eine “intolerante und diskriminierende Haltung”, belehrt Frau Oberlehrer Lüders die Nation, und: “Ich sehe nicht den geringsten Anlass dazu, in einem christlichen Verband wie Ihrem keine muslimischen Schützen zu dulden.” – Ach ja?? Sonst noch gute Ratschläge für Ihre freien Untertanen Bürger? Nee? Dann hab ich einen für Sie: Lassen Sie Ihre ADS einfach mal beim Arzt behandeln. Und jetzt bitte nicht mehr stören, es nervt.“ – Zitat Ende.

      Derlei Menschenverachtung wird nach meiner längeren Beobachtung in der entsprechenden Szene weitestgehend widerspruchslos hingenommen, wenn nicht gefördert. Und man berauscht sich dort liebend gerne an Büchern und Zitaten von Kelle, Kuby etc.
      Es wird ein Umfeld geschaffen, das der Häme, der Hetze, der Herablassung, letztlich wohl dem verabsolutierten Konkurrenzdenken, Tür und Tor öffnet.
      Menschen werden gegen Menschen ausgespielt.
      Wohin das alles führen soll, ist mir auch noch nicht so recht klar.
      Es stecken vielleicht elitäre Kräfte dahinter, unterstützt von konservativistischen klerikalen Kreisen, die durch das Erzeugen von „Scheinproblemen“ (Bertrand Russell) von den eigentlichen Problemen durch die gegenseitige menschliche Selbstzerfleischung im kapitalistischen Kannibalismus ablenken soll.
      „Nützen“ könnte das einigen wenigen Oligarchen und ihrem lobbyistischen Anhängsel, die – schizoid genug – in der Lage sind, die begrenzten Potentiale der gesamten irdischen Biosphäre zu ihren kurzfristigen „Nutzen“ besinnungslos auszuschlachten, dabei Menschen mehr und mehr versklavend.
      Passend dazu erscheint mir auf entsprechenden rechtsreligiösen und „konservativ“ sich gebenden Internetportalen, also jene „Kunden“ von Kelle, Kuby und dergleichen, daß die Frage nach sozialer und ökologischer Verantwortung nachgerade reflexhaft verblödelt oder diffamiert wird.
      Letztlich aber ist in dem ganzen verwirrenden, schlimmen Spiel jeder ein Opfer, das sich verloren hat, im Sinne des Jesuswortes: Denn sie wissen nicht, was sie tun.
      Leben kann der Mensch nicht dauerhaft von Konsum, Geld und Macht durch die Herabsetzung seines Nächsten im Konkurrenzkampf.
      Die vielleicht einzige Chance läge für mich in der Essenz des Christlichen:
      Das ist für mich die menschliche Frage nach der bedingungslos liebenden personalen Gegenüberhaftigkeit als solcher, über alle Zeiten und Räume hinweg, die uns als menschliche Person stets auf´s Neue erschafft oder gebiert, etwa im Geiste Meister Eckarts und Eugen Drewermanns.

      Freundliche Grüße
      Peter Friedrich

      Reply
  9. Peter Friedrich | 12. April 2015 at 06:18
     

    Sehr geehrte Frau Albsteiger,

    danke für Ihre Antwort!

    Allerdings, Zitat: „Ich bin auch für die Förderung von Minderheiten und möchte den respektvollen Umgang mit Menschen, die sich nicht mit den „klassischen Geschlechterrollen“ identifizieren wollen oder können, sehen.“ ?!? –
    Wenn ich den Vorträgen von Birgit Kelle und ihren Mitstreitern lausche, ergibt sich für mich ein völlig anderes Bild, ungeachtet einiger liebsäuselnder willfähriger Lippenbekenntnissen.
    Konkret lassen sich dort lügnerische Unterstellungen nachweisen (auf Wunsch), zum größten Schaden von nichtheterosexuellen Menschen.
    Auf vielen Internetportalen, auch bei „katholischen“ Bloggern, tauchen mehr und mehr beängstigende Hasspostings auf. Ein Beispiel zur Auffassung von Diskrimierung / Antidiskriminierung sei dann doch hier wiedergegeben. Der „katholische“ Blogger „Geistbraus“, vom 6. August 2014, Zitat:

    „Halt die Fotze Lüders

    Moralpredigerin der Nation: Christine Lüders

    Auch wenn ich dafür plädiert habe, dass der Muslim außerplanmäßiger Schützenkönig bleiben darf (wies jetzt ja auch kommt), ärgerts mich doch bis aufs Blut, dass diese Hackfresse von der Antidiskriminierungsstelle (ADS) mal wieder alles besser weiß und ihr moralisierendes Staatsdienermaul nicht halten konnte. Die Schützenbruderschaft vertrete eine “intolerante und diskriminierende Haltung”, belehrt Frau Oberlehrer Lüders die Nation, und: “Ich sehe nicht den geringsten Anlass dazu, in einem christlichen Verband wie Ihrem keine muslimischen Schützen zu dulden.” – Ach ja?? Sonst noch gute Ratschläge für Ihre freien Untertanen Bürger? Nee? Dann hab ich einen für Sie: Lassen Sie Ihre ADS einfach mal beim Arzt behandeln. Und jetzt bitte nicht mehr stören, es nervt.“ – Zitat Ende.

    Derlei Menschenverachtung wird nach meiner längeren Beobachtung in der entsprechenden Szene weitestgehend widerspruchslos hingenommen, wenn nicht gefördert. Und man berauscht sich dort liebend gerne an Büchern und Zitaten von Kelle, Kuby etc.
    Es wird ein Umfeld geschaffen, das der Häme, der Hetze, der Herablassung, letztlich wohl dem verabsolutierten Konkurrenzdenken, Tür und Tor öffnet.
    Menschen werden gegen Menschen ausgespielt.
    Wohin das alles führen soll, ist mir auch noch nicht so recht klar.
    Es stecken vielleicht elitäre Kräfte dahinter, unterstützt von konservativistischen klerikalen Kreisen, die durch das Erzeugen von „Scheinproblemen“ (Bertrand Russell) von den eigentlichen Problemen durch die gegenseitige menschliche Selbstzerfleischung im kapitalistischen Kannibalismus ablenken soll.
    „Nützen“ könnte das einigen wenigen Oligarchen und ihrem lobbyistischen Anhängsel, die – schizoid genug – in der Lage sind, die begrenzten Potentiale der gesamten irdischen Biosphäre zu ihren kurzfristigen „Nutzen“ besinnungslos auszuschlachten, dabei Menschen mehr und mehr versklavend.
    Passend dazu erscheint mir auf entsprechenden rechtsreligiösen und „konservativ“ sich gebenden Internetportalen, also jene „Kunden“ von Kelle, Kuby und dergleichen, daß die Frage nach sozialer und ökologischer Verantwortung nachgerade reflexhaft verblödelt oder diffamiert wird.
    Letztlich aber ist in dem ganzen verwirrenden, schlimmen Spiel jeder ein Opfer, das sich verloren hat, im Sinne des Jesuswortes: Denn sie wissen nicht, was sie tun.
    Leben kann der Mensch nicht dauerhaft von Konsum, Geld und Macht durch die Herabsetzung seines Nächsten im Konkurrenzkampf.
    Die vielleicht einzige Chance läge für mich in der Essenz des Christlichen:
    Das ist für mich die menschliche Frage nach der bedingungslos liebenden personalen Gegenüberhaftigkeit als solcher, über alle Zeiten und Räume hinweg, die uns als menschliche Person stets auf´s Neue erschafft oder gebiert, etwa im Geiste Meister Eckarts und Eugen Drewermanns.

    Freundliche Grüße
    Peter Friedrich

    Reply
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