Die Flexirente muss kommen

  • Simeone M Neumann (2)
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Ständig hören wir vom demografischen Wandel. Zu wenig hören wir von Instrumenten, die richtig darauf reagieren. Im Gegenteil: Von der „Rente mit 63“ kommen Hiobsbotschaften einer möglichen Kostenexplosion. Das wäre das Gegenteil von Generationengerechtigkeit.

Wir brauchen andere Instrumente! Wir junge Unionsabgeordnete und Vertreter der Jungen Union fordern jetzt die konsequente Umsetzung der Flexirente. Diese wäre nicht nur ein richtiger Schritt zu einer längeren Lebensarbeitszeit, sie würde auch dem Fachkräftemangel begegnen. Bislang wird die Weiterbeschäftigung nach dem Regelrenteneintritt bürokratisch und unattraktiv wahrgenommen. Das muss sich ändern!

Im Detail fordern wir:

  • Eine Beschäftigung über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus soll nur im Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber möglich sein.
  • Der derzeit von den Arbeitgebern gezahlte Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll gänzlich entfallen – der Arbeitnehmer, der nach dem Renteneintrittsalter weiterarbeitet, wird aus dieser Versicherung ohnehin keine Leistungen beziehen können.
  • Arbeitgeber sollen weiter in die Rentenversicherung einzahlen. Künftig sollen daraus aber auch Leistungsansprüche entstehen, sich also der Rentenanspruch erhöhen. In der Ausgestaltung ist sicherzustellen, dass es hierdurch zu keiner Mehrbelastung für die Rentenversicherung kommt.
  • Die viermonatige Wiedereinstellungssperre gem. § 14 Abs. 3 TzBfG, die einer Weiterbeschäftigung beim vorherigen Arbeitgeber nach erfolgtem regulären Renteneintritt entgegensteht, soll entfallen.
  • Um sicherzustellen, dass die schließlich vereinbarten Änderungen zum flexiblen Renteneintritt ihre Wirkung nicht verfehlen, sollen sie nach drei Jahren evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden.

Wir kommen dem Wunsch vieler Rentner nach:

Laut Erhebungen des DIW besteht ein Potenzial von 250.000 Rentnern, die länger arbeiten möchten. Der Anteil der Über-65-Jährigen, die noch arbeiten, nimmt laufend zu. Eine Flexirente greift diesen Trend auf und wird gleichzeitig den Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht: Know-How bleibt länger erhalten, Arbeitsprojekte können weitergeführt werden.

Foto: Simone Neumann/Deutscher Bundestag

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