Das Jahr danach.

Über ein Jahr ist es jetzt bereits her. Im Oktober 2017 bin ich aus dem Deutschen Bundestag ausgeschieden. Und seither ist – wer hätte es gedacht – viel geschehen. Das Wichtigste kam gleich noch kurz vor Ende des Jahres 2017: Meine zweite Tochter wurde geboren. Und damit ist die Antwort auf die Frage „Was hat sich seither zum Positiven verändert?“ klar: Ich genieße die Zeit mit meiner Familie jetzt doppelt. Auch wenn ich meine Arbeit im Deutschen Bundestag mit großer Freude gemacht habe – es ist alles nichts im Vergleich zu der Zeit, die man mit seinen Kindern verbringen darf!

Aber ich wäre nicht ich selbst, würde ich mich nach einer kurzen Verschnaufpause nicht wieder in die Arbeit stürzen. Seit März 2018 arbeite ich wieder bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Neue Stelle, neue Aufgabe, alter Arbeitgeber. Und dafür habe ich mich ganz bewusst entschieden. Parallel dazu ist da noch die Kommunalpolitik. Als Stadträtin und Kreisrätin von Neu-Ulm habe ich politisch immer noch alle Hände voll zu tun.

„Was fehlt?“ Das werde ich auch immer wieder gefragt. Klar ist, dass ich es immer schön fand, mich für andere und die Sache einzusetzen – aber das kann ich ja auf lokaler Ebene nun immer noch. Außerdem ist das Leben in Berlin einerseits und in der Heimat andererseits extrem abwechslungsreich. Jeden Tag trifft man neue Leute, lernt Neues, sieht Neues. Sicher habe ich die Welt noch ein Stückchen anders kennenlernen dürfen als zuvor. Spannend war die Zeit allemal. Am meisten fehlen mir aber meine Freunde, die heute noch in Berlin wohnen und arbeiten. Ich habe zu Vielen immer noch Kontakt, aber es ist etwas anderes sich zu sehen oder eben nur zu telefonieren.

Jetzt, fast ein Jahr später, darf ich sagen: Ich bin zufrieden und dankbar für alles, was war und für alles, was ist. Die Zeit im Bundestag ist vorbei. Die Zeit der ehrenamtlichen Politik hat mich wieder. Die Zeit mit der Familie kann ich nun öfters genießen. Mal sehen was die kommenden Monate bringen. Ich bin gespannt…

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