Albsteiger: Qualität von Essen in Schule und Kita sichern - Katrin Albsteiger, MdB

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Gemüsepfanne statt Schnitzel mit Pommes: Was gesunde Ernährung bedeutet, sollen Kinder und Jugendliche nach dem Willen der Union bereits in Kindergarten und Schule erfahren. Daher zielt die Bundesregierung nun auf nationale  Qualitätsstandards für Mahlzeiten in Schulen und Kitas. „Insgesamt wollen wir verpflichtende Standards für das Essen in Kantinen erreichen. Das ist ein wichtiger Teil der Bildung von Schülern und Jugendlichen“, sagt CSU-Bundestagsmitglied Katrin Albsteiger.

Dass die Verpflegung in Krippe, Kindergarten und Schule wachsende Bedeutung für die Gesundheit von Kindern hat, darauf weist Professor Jürgen Michael Steinacker, Leiter der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm hin:  „Das Essen in solchen Einrichtungen spielt mit Ganztagesunterricht und Ganztagesbetreuung eine zunehmend wichtige Rolle“, so der Mediziner. Zumal in vielen  Familien das Gesundheitsbewusstsein und die Qualität des Essens  vernachlässigt werde. Zahlreichen Kindern, weiß der Experte, fehle bereits beim Start in den Tag ein gesundes Frühstück. Genau diese Mahlzeit aber ist für die Entwicklung der Kinder besonders bedeutsam: „Wir konnten zeigen, dass Kinder ohne morgendliches Frühstück häufiger übergewichtig sind und auch mehr gesundheitliche Probleme haben“, berichtet Steinacker, der als Projektleiter des Gesundheitsförderungsprogramms „Komm mit in das gesunde Boot“ fungiert. Im Rahmen dieses Programms werden Kinder an Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg zu gesunder Ernährung, genügend Bewegung und sinnvoller Freizeitgestaltung angeleitet.

Festlegen soll die künftigen Qualitätsstandards das im vergangenen Jahr geschaffene Nationale Qualitätszentrum für gesundes Essen an Kitas und Schulen (NQZ).  Dieses Zentrum hat unter anderem die Aufgabe, eine Art TÜV für gutes Schulessen zu erarbeiten. Die dort festgelegten Normen sollen schließlich bundesweit umgesetzt und bei der Ausschreibung von Verpflegungsleistungen verpflichtend zugrunde gelegt werden.

Einheitlich hohe Qualitätsstandards für Schulkantinen könnten, glaubt Sportmediziner Steinacker, deutliche positive Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit von Jungen und Mädchen haben. „Schon die Einführung von kostenlosen Wasserspendern in Schulen hat einen spürbaren Effekt auf das Körpergewicht von Kindern“, erklärt er. Seine Empfehlung für den Speiseplan: In den angebotenen Mahlzeiten solle der Anteil von Industrieprodukten wegen des oft hohen Gehalts an Zuckern und minderwertigen Fetten gering sein. Die Ernährung sollte hingegen Obst, Gemüse und Ballaststoffe enthalten, ebenso komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte. Ziehen Schule, Lehrer und Eltern an einem Strang, weiß der Experte, lasse sich das Ernährungsverhalten von Kindern durchaus langfristig verändern.

Aufklärung statt Verbote, darauf setze auch die Union, wenn es um gesunde Ernährung in Kantinen geht, betont Katrin Albsteiger und merkt an: „In diesem Zusammenhang hatten wir in der Vergangenheit ja Vorschläge wie den Veggieday vom politischen Gegner, die den Verbrauchern keine echte Wahlfreiheit gelassen hätten.“ Um eine Bevormundung der Bevölkerung aber dürfe es eben nicht gehen.

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